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23.11.2016

Betriebsbesichtigung LAR

Am 23. November 2016 veranstaltete inter3 im Rahmen des Projektes WelKMU eine Betriebsbesichtigung bei LAR Process Analysers AG, einem in Berlin ansässigen Marktführer für die Herstellung hochqualitativer online Wasseranalysatoren. Die Besichtigung setzte sich aus jungen Studierenden internationaler Herkunft zusammen, die in unterschiedlichen Semesterstufen und von diversen Universitäten und Hochschulen in Berlin stammten. Zu den Herkunftsländern der Studierenden zählen Frankreich, Kolumbien, Marokko, Malaysia, Iran und Russland.

Das Unternehmen LAR stellte sich zu Beginn durch den Vertriebsleiter Herr Dylla vor. Hierbei wurden schwerpunktmäßig die Arbeitsfelder und deren einzelnen Produkte, Kooperationspartner und Netzwerke von LAR erläutert. Anhand einer Karte bekamen die Studierenden einen Überblick über die internationale Vernetzung von LAR. Anschließend wandte sich Herr Dr. Dr. Genthe, zuständig für Projektplanung und Durchführung, an die Studierenden.

Herr Genthe elaborierte über die Unternehmenskontakte zu Universitäten und Hochschulen und die Erfahrungen mit Praktikantinnen und Praktikanten bei LAR. In diesem Kontext nannte er Beispiele von Aufgabenstellungen für den potentiellen Nachwuchs. So würde beispielsweise die Entwicklung von Produktideen vorzugsweise an Praktikantinnen und Praktikanten überreicht. Dadurch bekamen die Studierenden einen besseren Gesamteindruck darüber, was sie potentiell bei LAR erwartet, ohne dass sie sich einer Form binden mussten. Diesen Zwang, der in persönlichen Gesprächen oftmals gegeben ist, konnte die Betriebsbesichtigung mühelos ablösen, während gleichzeitig ein viel besseres Verständnis über LAR als Unternehmen vermittelt wurde, als es durch bloße Informationsbeschaffung im Netz möglich wäre. Die Betreuung innerhalb des Unternehmens während der Praktikumszeit würde vor allem auf persönlicher Ebene seitens eines eingearbeiteten Mitarbeiters erfolgen, der auch in verschiedenen Belangen als Ansprechpartner zur Verfügung stehe. Genthe betonte, dass die Kernpunkte einer Praktikantenaufgabe darin lägen, Lösungen zu finden, die für die Arbeitsbereiche von LAR von Interesse sind. Zudem wies er darauf hin, dass die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen für co-finanzierte Projekte im Ausland, von LAR hier durchgeführt werden. Ebenfalls strategisch wichtig sei es, dass in Berlin die Marktsegmente erschlossen und Geräte angepasst würden.

Im Anschluss an die Unternehmenspräsentation stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönlich vor. Zu den Punkten gehörten unter anderem das jeweilige Studienfach, die Herkunft und die schwerpunktmäßigen Interessen. Anschließend hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihre persönlichen Fragen an Herrn Dr. Dr. Genthe und Herrn Dylla zu richten. Aus diesen Gesprächen trat hervor, dass ein besonderes Interesse der Studierenden darin lag zu erfahren, welche Anforderungen LAR an BewerberInnen stellt und inwiefern LAR in ihrem Herkunftsland tätig sei. So gelangten sie zu der Erkenntnis, dass LAR unter anderem in China einen Standort hat, Russland als wichtiger strategischer Markt gilt und in Nordafrika ein Mangel an qualifiziertem Personal herrsche, um dort aktiv zu sein.

Durch die Teilnahme an der Besichtigung wurde mir die Einstellung des Unternehmens zu dem ausländischen Nachwuchs bewusst. LAR hat durchaus Interesse an der Beschäftigung internationaler Studierender.“

Ich bin aus der Besichtigung mit der Erkenntnis rausgegangen, dass die Möglichkeiten für internationale Studierende in dem Unternehmen einzusteigen, nicht so niedrig sind, wie ich gedacht hatte.

Die Studierenden erfuhren, dass LAR insbesondere auf die Präzisierung der Fähigkeiten, Interessen und Ziele seiner Mitarbeiter hinarbeitet. Es würde aber auch verlangt werden, über seinen Tellerrand zu schauen und nicht lediglich im fachlichen Denken zu verharren. Somit seien Kommunikationsfähigkeit und Neugierde wichtige Eigenschaft, die Praktikantinnen und Praktikanten mitbringen sollten. Für die Studierenden war es von großer Hilfe Einblicke in die globale Vernetzung eines Unternehmens zu bekommen. Hierdurch sammelten sie Erkenntnisse darüber, wie wertvoll ihre Fähigkeiten für ein Unternehmen in Deutschland sein könnten.

Solche Betriebsbesichtigungen sind sehr wichtig. Man bekommt die Chance mit deutschen Firmen zu sprechen (und) aus erster Hand Informationen über Praktikum und Einstiegsvoraussetzungen in den Unternehmen zu erhalten.